Kunst-Stück der Woche

Fritz Köthe – Chronist des Großstadtbildes
(geb. 1916 in Berlin – gest. 2005 in Berlin)

Bereits nach dem Krieg beteiligt sich Fritz Köthe an den ersten Nachkriegsausstellungen. Seine Entwicklung geht vom surrealen Bild, das die Straße, Autos, Verkehrs- und Reklameschilder in den Mittelpunkt stellt zum Nur-Plakat-Bild wie wir es in „4“ sehen. Wie ein Pop-art Künstler nutzt er das aktuelle Tagesmaterial und die Technik der Collage bzw. Décollage. Seine Collagen sind jedoch nur augenscheinlich Collagen, denn die Risskanten sind ebenso wie die Knitterfalten täuschend echt gemalt. Mittels der scheinbaren Décollage weist er auf die Vergänglichkeit der visuellen Reizsignale der Plakatwerbung hin. Köthe lässt sich weniger von konsumkritischen Überlegungen leiten, sondern bildet das Image der Dinge ab. Auch hier verbindet er schnelle Autos mit schönen Mädchen, setzt weibliche Ausstrahlung gegen maskulin empfundene Autos und Motoren.


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