Kunst-Stück der Woche

Emil Schumacher
geb. 1912 in Hagen
gest. 1999 in San José (Ibiza)

Emil Schumacher, der nach dem Studium der freien Grafik im Krieg zunächst als technischer Zeichner arbeitete, gehört heute zu den Hauptvertretern des Informels.
Der Umbruch von seiner noch gegenständlich, expressionistischen Malerei der Nachkriegszeit zu seiner informellen Bildsprache, vollzog sich erst in der zweiten Hälfte der 50er Jahre. Es ist die Farbe, die ihn aufgrund ihrer Ausdruckskraft und psychischen Wirkung fesselte. Ihn interessierte vor allem die Materialität der Farbe, die Farbe als in sich modulierte Färbung. Dies führte oftmals zu monochromen Bildern wie das hier gezeigte Werk „Rostano“ (1957). Die Titel seiner Bilder – so auch dieser – haben selten inhaltliche Bedeutung. Oftmals sind es eigene Wortschöpfungen, deren Klang dem Bild entspricht, Assoziationen aber verhindern soll. 
Das in Brauntönen gehaltene Bild weist die für Schumacher typische reliefartige Struktur und die grafischen Elemente auf. Entweder mit schwarzer Farbe auf den farbigen Grund aufgetragen oder in die dicken Farbpartien eingegraben strukturieren sie die Oberfläche.
Seine Bilder entstanden meist über Tage und Wochen hinweg, wobei die Natur sein Ausgangspunkt war. Dabei handelte es sich nicht um die reale Landschaft, sondern um Bilder, die er sich „aus der Natur meiner und deiner Empfindungen“ holte.


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