Kunst-Stück der Woche

Eva Niestrath-Berger
geb. 1914 in Wallerfangen
gest. 1993 in Hagen

Ganz im Gegensatz zu ihrem Mann, dem expressionistischen Künstler Karel Niestrath, arbeitet Eva Niestrath-Berger ohne abstrahierende Zwischenschritte ab 1957 gegenstandslos, wobei ihr vielschichtiges Werk Reliefs, Skulpturen und Grafiken aufweist. Ihre Arbeiten sind der konkreten Kunst zuzurechnen, einer Kunstrichtung, für die eine geometrische Abstraktion, mal mehr mal weniger systematisch/mathematisch im Aufbau, kennzeichnend ist. Niestrath-Bergers Werke sind jedoch nicht so präzise in ihrer Ausführung und ihrer Formensprache wie es für die konkrete Kunst wichtig war. Für sie sind vielmehr die verschiedenen Materialien interessant, denen sie ihren Materialcharakter lässt. Neben Arbeiten aus Papier finden sich auch Skulpturen aus Stein, Holz oder Stahlblech.
In ihren späteren Arbeiten kombiniert sie diverse Materialien wie in dem „Objekt“ von 1989. Diese Wandinstallation aus Hollandpapier, Blech und Wachs ist aufgerichtet wie ein Schild, das von einer inneren Kreuzform gehalten wird. Die Arbeiten dieser Künstlerin entbehren jeder Inhaltlichkeit und das ist gewollt. Ganz in der Tradition der konkreten Kunst stehen ihre Kunstwerke für sich selbst. 


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