Kunst-Stück der Woche

Hubert Berke
geb. 1908 in Buer
gest. 1980 in Köln

Einen wichtigen Impuls bekam der junge Berke in seiner Akademiezeit in Düsseldorf von seinem Lehrer Paul Klee. Durch Klee inspiriert entstand in einigen frühen Arbeiten bereits eine surreale, teilweise skurrile Vorstellungswelt mit symbolischen Zeichen und Figuren. Längere Zeit liefen bei Berke noch die Illustrationen und ungegenständlichen Arbeiten parallel nebeneinander her. Immer mehr zeigte sich jedoch in seinen figürlichen Szenen und Porträts eine immer stärker werdende Annäherung zur Abstraktion.
Das Wittener Bild „Sylt“ (1961) ist eine Arbeit aus der umfassenden Werkgruppe gleichen Namens (in seinen letzten Schaffensabschnitten arbeitete er vorrangig in Serien und Zyklen). Diese Arbeit ist das Ergebnis verschiedener Aufenthalte auf der Nordseeinsel in den Jahren 1960-61. Berke verarbeitet hier seine landschaftlichen Eindrücke und tageszeitlichen Stimmungen, doch obwohl das Erlebnis in der Natur entsteht, ist die bildliche Gestaltung unabhängig von ihr. Im Atelier setzt er das Erlebte aus der Erinnerung heraus durch Komponieren der Farben und Formen, durch Dazunehmen von bestimmten Formen und Formationen um. Für Berke sind alle Formen, auch die abstrakten, in der Natur vorhanden. 


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