Kunst-Stück der Woche

Karl Fred Dahmen
geb. 1917 in Stolberg
gest. 1981 in Preinersdorf

Ursprünglich war es die Stadt, die er zunächst in noch gegenständlicher Malweise in seinen Bildern festhielt. Schließlich wurde es mehr und mehr die Landschaft, wobei gerade die vom Braunkohleabbau geprägte Umwelt seiner Heimat Stolberg eine besondere Faszination auf ihn ausübte. Ähnlich den beim Tagebau freigelegten Schichten, bestehen auch seine Arbeiten aus Überlagerungen von mehreren erdigen Farben. Hinzu kommt der breiige Farbauftrag, in den er noch im nassen Zustand mit dem Pinsel oder Spachtel hinein ritzte. Das Ergebnis sind zerklüftete, durchfurchte Bildoberflächen, in denen hier und da ein Rot, Ocker oder Weiß aufblitzt. 
In dem Werk „Mixed Media“ von 1962 zieht sich die Farbmasse wie eine Haut, wie Lava über den Bildträger. Auch hier wurde die Oberfläche bearbeitet, so dass darunter liegende Farbschichten partiell wieder zum Vorschein kommen. Farbschichten, die er auf die am Boden liegende Leinwand schüttete, die Farbe lenkte, sie nach dem Antrocknen wieder aufriss.
Seine ‚Landschaften’ sind keine saftig grünen Wiesen, Felder und Wälder, sondern eher karge, gerodete oder verbrannte Erde. Dahmen sagte selbst: „Ich male keine Landschaft, ich mache eine.“


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