Kunst-Stück der Woche

Matschinsky-Denninghoff
Martin Matschinsky, geb. 1921
Brigitte Denninghoff, geb. 1923 in Berlin
leben in Berlin

Hinter diesem Doppelnamen verbergen sich Brigitte Denninghoff, Bildhauerin, kurzzeitige Assistentin von Henry Moore und Schülerin von Antoine Pevsner, und Martin Matschinsky. Seit 1955 arbeitet das Paar als Team, machte es aber erst 1970 durch den Namen Matschinsky-Denninghoff nach außen deutlich. In der Tat werden die ausgetauschten Ideen in Teamarbeit realisiert und sind somit eine Schöpfung beider. Sie arbeiten wie die Natur durch Aufbau und Aneinanderfügung, jedoch bleibt die Natur „nur“ Inspirationsquelle für ihre Skulpturen und wird nicht nachgeahmt. Parallel zur Natur hat ihre Kunst etwas Organisches, Wachsendes, denn durch Löten und Schweißen der unzähligen aneinander gefügten dünnen Drähte oder Vierkantstäbe, entstehen schließlich Skulpturen, deren konstitutives Merkmal die Linie ist. Als Vorlage dienen jedoch keinesfalls Skizzen, sondern mitunter kleine Arbeiten aus zusammen gelöteten Messingdrähten, die ihre Realisierung in einem Innengerüst aus wenigen dünnen Stahlrohren, die durch in sich versteifte Ringe zusammengehalten werden.
Die in dieser Technik entstandenen Arbeiten, wie auch die Plastik „Berg“ (1988) zeigt, sind Unikate. Würden sie in einem Bronzeguss realisiert, würden sie diese Besonderheit verlieren.


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