Kunst-Stück der Woche

Hans-Jürgen Diehl
(*1940 in Hanau, lebt und arbeitet in Berlin und New York)

Diehls Bilder handeln stets von Angst und Aggressivität, Gewalt und Unterdrückung, Armut und Ausbeutung, Manipulation und Entfremdung, welches er als Kernfrage der Gesellschaft thematisiert. Er fragt dabei nach dem Motiv, welches hinter einer Handlung in der jeweils gegenwärtigen Zivilisation liegt, stellt bestehende Wertvorstellungen in Frage. So entstand ein düsteres, pessimistisches Menschenbild, abgezogen aus der Wirklichkeit und den Erfahrungen des Künstlers. Diehl zeigt in seinen Bildern sozialkritisch seinen Blick auf die Gesellschaft. So auch in dem Bild „Der Selbstmörder“, wo er seine politische Sicht bzgl. der Bundeswehr(flieger) schon im Bildtitel zum Ausdruck bringt. Es liegt letztendlich beim Betrachter, die Werke je nach Bewusstsein, Lebenserfahrung und Assoziationsvermögen durch eigene Deutung festzulegen. Aufgabe des Betrachters ist es, die Bedeutungen des Gezeigten für sich zu ordnen, um die Bildidee zu erschließen.


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