Kunst-Stück der Woche

Winfred Gaul
geb. 1928 in Düsseldorf
gest. 2003 in Düsseldorf

Die künstlerischen Anfänge Winfred Gauls fielen in eine Zeit, in der Automatismus und Psychogramm Bild bestimmende Methoden waren. Jedoch bewegte er sich nur kurze Zeit im Informel. Er untersuchte zunächst die unterschiedlichen Eigenarten von Farbe und Linie, um diese schließlich zusammen zu führen. Bevor er Ende der 60er Jahre zu seinen „Signalbildern“ fand, entstanden eine Reihe von Bildern, in denen er seine Untersuchungen bezüglich der Eigenart der Farbe und der Linie hineinfließen ließ. Oftmals wechselte er dabei seine Materialien und Methoden. Das 1957 entstandene Bild zeigt sein Bestreben, jede Art von Verhältnis zwischen verschiedenen Farben auszuschalten, indem er die Bildfläche zwar nicht monochrom, jedoch auf einer Grundfarbe basierend gestaltet. Ganz in der Tradition des Informel eliminiert er die Form, während der Malprozess keineswegs verschleiert wird. Wir sehen hier einen energiegeladenen, pulsierenden Pinselduktus, der die Raumdynamik der verwendeten Farbe auf der ganzen Bildfläche aufspannt.
1960 wendet er sich gänzlich vom Informel ab und es entstehen Arbeiten mit strengen geometrischen Formen und Zeichen mit starker, klarer Farbgebung – die sogenannten Verkehrszeichen und Signale.


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