Kunst-Stück
der Woche
Karl Otto Götz
Für K. O. Götz
ist das Bild mehr als der Ausdruck von Subjektivität. Der surrealen
und romantischen Tradition bis heute verbunden, weisen seine Bilder Dynamik
und Spontaneität auf. Angeregt durch Künstler wie Max Ernst,
Klee und Kandinsky, entstanden zunächst halb-abstrahierte Bilder wie
man es in dem surrealistischen Bild „Der Kuss“ sehen kann. Schon in diesem
frühen Bild sind die schwingenden Linien enthalten, die er in seinen
späteren Bildern mittels des Rakels auf einer anderen Ebene erreicht.
Zwar haben die surrealistischen Bilder keine Abbildungsfunktion, jedoch
ergibt sich stets ein Spielraum für Assoziationen. Durch ihre Farbigkeit
erinnert die Bildszene an eine Landschaft. Im Vordergrund das Grün
einer Wiese, im Hintergrund das Blau des Himmels. In der rechten unteren
Bildecke deuten die geschwungenen Linien und organisch geformten Farbflächen
ein Pärchen konturenhaft an. Das rechte Bilddrittel wird hingegen
von einer doppelt so großen weiblichen Figur dominiert, welche komplett
durch Umrisslinien geformt wird. Es scheint, als würde ein vogelähnliches
Objekt auf sie zufliegen, wobei es den Schnabel ihrem Gesicht entgegen
reckt.
|
|
|