Kunst-Stück der Woche

Karl Otto Götz
geb. 1914 in Aachen
lebt in Wolfenacker / Westerwald

Im Deutschland der Nachkriegszeit herrschte unter den Künstlern eine gewisse Orientierungslosigkeit, denn durch den diktatorischen Eingriff in die Kunst, im Zuge dessen viele Werke deutscher Künstler als entartet diffamiert und z. T. auch vernichtet wurden, fehlte den Künstlern die Anbindung an das aktuellen Kunstgeschehen des Auslands. Aus diesem Vakuum heraus bildet sich eine Kunstströmung, die sich als ‚Informel’ etablierte und ihre Wurzeln im Surrealismus hat. Man wollte sich nicht mehr politisch mit seiner Zeit auseinandersetzen, wie es noch in den 20er Jahren im Dada der Fall war, sondern suchte nach etwas allgemeingültig Zukunftsweisendem. Im Informel bemühte man sich daher um die Überwindung des traditionellen Formkanons mithilfe eines spontanen Malaktes. Götz gehört zu den Hauptvertretern des Informels, dessen Anfänge in den 50er Jahren anzusiedeln sind. Das 1998 entstandene und für Götz typische Bild „Galaktie“ – eine Leihgabe des Museums - zeigt die aus der Geste heraus entstandenen dynamischen Linien, die er mittels seiner Rakeltechnik auf die Leinwand bringt und die das Bildformat überschneiden. Durch das Übereinandersetzen einzelner transparenter Farbschichten schafft Götz es zudem, Räumlichkeit zu erzeugen.


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