Kunst-Stück
der Woche
Thomas Grochowiak
Seine ersten Bilder waren noch gegenständlich, doch schon damals kam es Grochowiak weniger auf die Bildinhalte als auf den Bildaufbau, die Rhythmisierung der Bewegung im Zusammenwirken der Kompositionselemente und vor allem auf die Erhöhung der Farbklänge an. Die surrealistisch anmutenden tänzerischen Bilder waren eine Unterbrechung in seinen Bemühungen um Realität, doch die Musik prägt das Gesamtwerk Grochowiaks bis heute. In seinen Bildern ist er bestrebt, Klänge und Melodien durch tänzerische Figurationen zum Ausdruck zu bringen, sie durch seine Malerei zu interpretieren. So weisen schon die Titel auf bestimmte musikalische Satzangaben hin. In dem Bild „Scherzo grazioso“ scheint er ein heiteres, schnelles Musikstück in der Art von Mendelsohn-Bartholdy visuell umzusetzen. In zarten Farben und anmutigen Bewegungen beleben die tänzerisch, surrealistischen Figurationen die Bildfläche, hinterspielt von einer an Wolken und Himmel erinnernden Bildfläche. Dieser luftige, schwerelose Hintergrund unterstreicht den Eindruck des Schwebens zusätzlich zu den beschwingt, grazilen Figurationen des Bildvordergrundes. |
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