Kunst-Stück
der Woche
Gerhard Hoehme
Gerhard Hoehme begann erst
im Alter von 28 Jahren mit der Malerei, wobei der Eintritt in die Kunst
ihn über den Tachismus führte. Allerdings wollte er sich stets
von der Kunstszene absondern, was u. a. schließlich zu einer Entwicklung
aus dem Informel heraus führte. Thema seines Schaffens war jedoch
stets die Beziehung von dem, was im Bild ist, zu dem, was außerhalb
des Bildes liegt. Diese Beschäftigung mit der Relation von Bild- und
Realraum gipfelt in seinen späten Schnurbildern, in denen er ein oder
mehrere Schnüre tatsächlich aus dem Bild heraus in den Raum davor
spannt. Hoehmes Ansicht war es, dass die Kunst stets eine Beziehung (zum
Betrachter selbst, die in ihm ausgelösten Gefühle etc.) zu dem
hat, was vor der Bildfläche ist und, dass der moralische Sinn der
Kunst darin liegt, diese Beziehung herzustellen.
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