Kunst-Stück
der Woche
Wilhelm Imkamp
Das Studium am Bauhaus bei Kandinsky und Klee bildete die Grundlage für seinen künstlerischen Stil und vor allem der Einfluss Kandinsky lässt sich an vielen Bildern ablesen. Aus Angst, von den Nationalsozialisten als abstrakter Maler entdeckt zu werden, arbeitete er lange Zeit heimlich und nur vertraute Freunde fanden zu dieser Zeit Zutritt in sein Atelier. Imkamp malte intuitiv, wobei unbewusst Empfindungen, Erlebnisse oder Reisen in seinen Bildern Ausdruck finden konnten, welche sich im Spiel der Farben und Formen konkretisierten. Ansatzpunkt war oftmals die Struktur der Leinwand, des Papiers oder Kartons, die nach jeweils anderen Gestaltungsstrukturen verlangte. In dem hier vorgestellten Bild ist der Hintergrund in wolkigen Farbflecken gestaltet und erst durch die Übermalung mit geometrischen Elementen und teilweise konturierenden schwarzen Linien kristallisiert sich ein Bild mit festen Formen und klarem Aufbau heraus. Diese Gebilde legte er transparent über den Hintergrund, aber auch eine bloße schwarze Linie kann eine Figur formen, sie vom Hintergrund abheben. Imkamp schafft es in seinen Bildern stets, dass Statik und Bewegung im Gleichgewicht gehalten werden. |
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