Kunst-Stück
der Woche
Horst-Egon Kalinowski
Kalinowskis Schaffen begann
unter dem Einfluss des deutschen Informels. Schnell entstanden neben seiner
Malerei zahlreiche Collagen, Bildobjekte und –schreine, aus denen sich
schließlich seine ‚caissons’ - eine Bezeichnung für einen Behälter,
der einen Inhalt umschließt - entwickeln. Umspannt mit gebrauchtem
Leder von alter Kleidung, Taschen usw. haben diese rechteckigen Holzkonstruktionen
die äußere Form von Körpern mit fragmentarischen Hinweisen
auf menschliche Körperteile wie Geschlecht, Augen, Hüfte oder
ähnlichem. Leder wird ab 1960 zu Kalinowskis primären Arbeitsmaterial,
denn für ihn ist es das wärmste Material, ein Material, dem seine
Vorerfahrung in Form von Narben, Einschnitten und anderen Abnutzungserscheinungen
eingeschrieben ist.
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