Kunst-Stück der Woche

Diethelm Koch
geb. 1943 in Bochum
gest. 2008 in Bochum

Nach einer Ausbildung zum Modelltischler schloss sich bei Diethelm Koch in den Jahren 1970-75 ein Bildhauerstudium an der Düsseldorfer Kunstakademie an. Von Anfang an ist er der Konstruktiven Kunst (lat. constructio = Zusammenfügung, Bau) zuzuordnen. Eine Kunst, die grundlegend gegenstandslos, unabhängig von der Natur ist und bei den elementaren geometrischen Formen ansetzt. Kochs Arbeiten basieren alle auf den geometrischen Formen Kugel, Würfel und Zylinder, deren innere Zusammenhänge und Aufteilungsmöglichkeiten ihn interessierten. In seinen Skulpturen zeigt sich, wie viele geometrische Formen in diesen Figuren stecken können. Durch das Zerschneiden des Basiskörpers, z. B. eines Würfels, werden weitere geometrische Formen gewonnen. Dieses Untersuchen der Körper auf ihr geometrisches Potential hin setzte er zunächst in kleinen Holzmodellen um. Später wurden daraus meist zweiteilige Skulpturen aus Holz und Stahl, oftmals aus einem tragenden und einem lastenden Teil bestehend, so wie auch in der abgebildeten Arbeit „Zylinderausschnitt V“ (1992). Wie bei allen seiner Skulpturen fügt sich das Stahlfragment logisch in die dafür vorgesehene Aussparung im Holz, scheint abgerutscht und gibt so der Skulptur Stabilität, welche sonst, angestoßen, schaukeln würde.


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