Kunst-Stück
der Woche
Dieter Kraemer
geb. 1937 in Hamburg
Begonnen hat Kraemer seine
künstlerische Laufbahn als kritischer Realist, wobei er seine Themen
vor allem aus der Arbeit und von der Straße bezog. Seine Bilder sind
somit stark gesellschaftsbezogen und dadurch, dass er die eben erwähnten
Themen seiner Umwelt entnimmt, sind diese Bildobjekte auch nicht zeitlos.
Seit mehr als zwanzig Jahren
malt Dieter Kraemer bereits Stillleben. Wider seiner Zeit, denn seine Studienjahre
fielen in die Blütezeit des Deutschen Informels, waren seine Bildgegenstände
gegenständliche Alltags-, Stadt- oder Landschaftsszenen. Seine Bilder
zeigen stets eine gewisse Einsamkeit, was durchaus eine kritische Darstellung
der Trostlosigkeit alltäglicher Lebensbedingungen ist. Kraemer möchte
allerdings keine Gesellschaftskritik üben, vielmehr setzt er Ausschnitte
aus seiner Welt, seines Alltags malerisch um. Oft aufgegriffenes Thema
ist dabei auch das Atelier des Künstlers, das er, auch getrieben durch
sein Interesse an den Oberflächen der Dinge, in stilllebenartigen
Arrangements gefüllt mit Malutensilien, Flaschen, Gläsern, Pinseln
etc. darstellt. |