Kunst-Stück
der Woche
Jürgen Möbius
In den siebziger Jahren geht
Jürgen Möbius noch von der Horizontlinie aus und entwickelt daraus
die kompositionelle Struktur seiner Bilder, seiner „supranaturalen Landschaften“.
Danach vollzieht sich eine Veränderung, die aus dem schwarzen Balken
allmählich ein völlig neues Zeichen macht. Die Horizontlinie
wird quasi zerstückelt und zu einem neuen Zeichen zusammengesetzt.
Möbius verwendet im Vorfeld dazu schwarze Papierstreifen oder Schablonen,
mit denen er die visuelle Wirkung zunächst auf dem farbigen Grund
ausprobiert. Steht die Komposition fest, ersetzt er die Streifen durch
schwarze Farbe. Dabei kommen auch immer wieder Formen vor, die sich eindeutig
beschreiben lassen, so wie Kreis und Dreieck.
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