Kunst-Stück
der Woche
Miriam Maina Munsky
Maina-Miriam Munsky behandelt in ihren Bildern stets Themen wie Tod und Geburt bzw. Eingriffe in das menschliche Leben. In fotorealistischer Wiedergabe präsentiert sie dem Betrachter diese Themen ohne jegliche Kritik. Es sind vielmehr die Hilflosigkeit des Menschen und seine Abhängigkeit von den medizinischen Geräten, die uns hier vor Augen geführt werden. Der Mensch, inmitten von sterilen, kalten Apparaturen und umgeben von maskierten Ärzten, wird seiner Individualität beraubt. Durch die realistische, präzise Wiedergabe der Szenerien wird die Anonymität der abgebildeten Personen noch verstärkt. Munskys Realismus geht jedoch nur soweit, dass sie die klinisch-keimfreie Abgeschlossenheit des Operationssaals wiedergibt, Blut jedoch in ihren Bildern fehlt. Verstärkt wir dieser kalte, unpersönliche Eindruck noch durch die blau-graue Farbgestaltung. Als Vorlagen dienten der Künstlerin in den OP’s selbst fotografierte Bilder. Ein Privileg, das von ihr lange Überzeugungsarbeit beim Krankenhauspersonal verlangt hatte. |
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