Kunst-Stück der WocheHans Salentin

Hans Salentin
geb. 1925 in Düren
lebt in Köln

Das Prinzip der Collage ist für das Werk von Hans Salentin kennzeichnend. Angefangen mit den zerbrochenen, später ganzen Dachziegeln, die er um 1960 in reliefartiger Struktur zusammensetzt und auf einen festen Träger zementiert. Schließlich ersetzt er sie aus ästhetischen und pragmatischen Gründen durch Zinkbleche. Ganz im Sinne der ZERO-Ästhetik, welcher er bis ca. 1964 angehörte, waren seine Werke weiß gespritzt. Von den Reliefs vollzieht sich ab 1964 ein Übergang zu seinen „blauen Plastiken“. Dafür nutzt er industrielle Formteile, die er bei einem Metallhändler bekam. Collageartig fügt er die gesammelten Aluminiumobjekte, welche ihre technische Herkunft nicht verbergen, in neue ästhetische Zusammenhänge. Salentin fasziniert dabei die Eleganz und das Monochrome der Aluminiumteile. Ausschlaggebend für die Wahl eines Gegenstandes kann die davon ausgehende Eleganz, das Monochrome oder auch nur eine Assoziation sein. 
Teilweise verweisen die Werktitel auf uns bekannte Gegenstände. So auch in der Arbeit „Koffer science-fiction“ (1976). Die Verwendung von Materialien aus der technoiden Welt – industrielle Ausschussteile – rufen in der collageartigen Komposition des an einen Koffer erinnernden Objektes Gedanken an eine ferne Zukunft hervor.


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