Kunst-Stück
der Woche
Johann Peter Scharloh
geb. 1953 in Essen
gest. 2000 in Essen
Das künstlerische Werk
von Johann Peter Scharloh bewegt sich zwischen Bildhauerei, Malerei und
Zeichnung. Schließlich werden die einzelnen Figurationen von ihm
mit der Axt und dem Beil aus einer Sperrholzplatte heraus geschlagen und
anschließen farbig bemalt.
Seine Figuren sind immer
wand- und raumgebunden, so dass sie, je nach Ausstellungsort, in veränderter
Anordnung erscheinen. Diese Formen lösen im Betrachter jedoch auch
immer Assoziationen an menschliche oder tierische Figuren aus. In seinem
Werk begegnen uns aber auch abstrakte, zeichenhafte Formen, wobei allen
der Eindruck des Zerstörten gemein ist. Dieser Eindruck wird durch
die abgeschlagenen Kanten, die beim Herausschlagen der Formen mit der Axt
entstehen und als Arbeitsspuren vom Künstler stehen gelassen werden,
hervorgerufen.
Wie die Wittener Arbeit
bestehen die meisten Werke aus zwei aus einer Platte geschlagenen Teilen.
Diese Sperrholzplatten bestehen aus fünf rechtwinklig zueinander verleimten
Schichten. Steht man unmittelbar davor, so wird sie als Skulptur als auch
als Malerei wahrgenommen. Betrachtet man sie hingegen aus der Ferne, so
dominiert das Zeichnerische. |