Kunst-Stück
der Woche
Hans Scheib
Seit dem 14. Jh. gibt es
das Motiv des Totentanzes in der Kunst, der die Gewalt des Todes über
den Menschen in einer Reihe von allegorischen Gruppen unter dem Bild des
Totentanzes zeigt. Auch Scheib nimmt sich in seiner 5-teiligen Figurengruppe
dieses Themas an. Zentrale Figur ist der überlebensgroße Knochenmann,
der seinem Gegenüber begrüßend die rechte Skeletthand entgegen
streckt. Begleitet wird er von einem abgemagerten, Zähne fletschenden
Hund. Der Hund steht hier als Symbol für den Begleiter der Toten und
ihrer Seelen und ist somit dem Knochenmann zuzuordnen. In angstvoll, zusammengekauerter
Verrenkung, mit aus ihren Höhlen quellenden Augäpfeln sitzen
vor ihm zwei an die menschliche Gestalt erinnernde Figuren auf dem Boden.
Hinter dieser Gruppe ist ein kleines Bündel zu erkennen, welches an
ein Fötus oder Baby erinnert. Es liegt, von der Gruppe völlig
unbeachtet, schräg hinter dem Tod und seinem tierischen Begleiter.
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