Kunst-Stück
der Woche
Peter Sorge
Trotz des illustrativen Charakters handelt es sich bei Sorge nicht um die reine Illustration gesellschaftlicher Zustände. Für den Playboy illustrierte er z. B. eine Kurzgeschichte von Lenz und für den Spiegel fertigte er Zeichnungen zu einer Alkoholismusstudie an. Dieses Blatt ist eines von 26 Zeichnungen, die er für den Stern zeichnete und die die Romanserie „Die Camerons*“ begleiteten. Reduziert auf das Wesentliche, sind es Bildzitate aus dem Leben der Camerons, die in einem schottischen Bergarbeiterdorf der Jahrhundertwende lebten. Die schwarze Rahmung finden wir durchgehend in Sorges Werk. Für ihn sind es die Anführungsstriche zu seinen Bildzitaten. Neben diesen Illustrationen wird sein Werk von Themen wie Gewalt und Sex dominiert. Themen, die für Sorge in einer sich bedingenden Wechselbeziehung stehen. Durch das Nebeneinander dieser Themen in seinen Bildern, will er dem Betrachter vor Augen führen, was dieser täglich konsumiert und ihn so zum Nachdenken anregen. Emotionslos in der Wiedergabe und dicht am Foto, sind sie Bildzitate, die er den Massenmedien entnommen hat. |
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