Kunst-Stück der Woche

Heinz Trökes
geb. 1913 in Hamborn 
gest. 1997 in Berlin

Seine künstlerische Handschrift wechselte Heinz Trökes einige Male. Angefangen mit einer pointillistischen Malweise in der Zeit, in der er bei Johannes Itten lernte, entwickelten sich seine Bildideen zunächst surrealistisch. Sein Werk ist jedoch durch einen Stilpluralismus gekennzeichnet, der für Irritationen sorgte. Das 1950 entstandene Bild „Schwarze Kräfte“ steht noch in surrealistischer Tradition. Dieses Bild entstand in der katastrophalen Zeit des Nachkriegsdeutschland. Trökes wehrte sich stets dagegen, Surrealist zu sein, denn die Wirklichkeit der zertrümmerten Städte war für ihn bereits das Surreale. Er nannte sich hingegen selbst einen poetischen Halbsurrealisten.

Die dargestellte Phantasielandschaft in strahlenden, heiteren Blau-, Gelb- und Rottönen gehalten, wirkt schwerelos, kosmonautisch. Überhaupt alles scheint hier der Schwerelosigkeit unterworfen zu sein. Das im rechten Bildwinkel ersichtliche, ufoartige Gebilde entrückt uns schließlich in eine ungewohnte Welt. Kontrastiert wird diese eher heitere Szenerie durch das bedrohlich schwarze Lineament, welches raumgreifend und ebenfalls schwebend vor der Landschaft  her schreitet. Damit bringt er surreale Bildwelt und das gegenstandslose, grafische Element in Einklang.


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