Kunst-Stück der Woche

Armin Turk
geb. 1943 in Werdohl
lebt und arbeitet in Velbert

Im Laufe der Malerei hat die Farbe ihren Darstellungswert zugunsten ihres Eigenwertes aufgegeben. Sie kann zwar noch eine Form in sich tragen, jedoch gilt es, diese zu überwinden, damit sie zur eigenständigen Wirkung kommt. In der Farbmalerei gibt es nun sehr glatte und eher lebhafte Farbaufträge. Wo bei dem einen der manuelle Farbauftrag fast gänzlich verschleiert wird, um den Flächencharakter zu betonen, legt der andere die Pinselspuren offen, um so auch räumliche Tiefe zu erzeugen.

Letzteres trifft für die Malerei von Armin Turk zu. Bei dem Bild „Lawinenstein“ (1989) sind die Spuren des Pinsel, ist das Malerische noch sichtbar und auch die Farbfläche, die er in Lasuren aufbaut, lässt partiell noch Blicke auf darunter liegende Farbschichten zu. Viele seiner Bilder erinnern an Landschaft, an Wasseroberflächen, die den Blick in die Tiefe ziehen oder an durch Blätter scheinende Sonnenstrahlen. Hier sind es eher die herabstürzenden, aufgewühlten Schneemassen, die in einer Lawine Geröll und Buschwerk mit sich reißen und schließlich unter sich vergräbt.

Turks Bilder entstehen als Kontext aller Farben, wobei auch das Licht ein wichtiges Gestaltungsmittel ist, denn in seinem Wechsel erscheinen die Bildfarben immer anders und neu.


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