Kunst-Stück der Woche

Rudolf Vombek
geb. 1930 in Maribor/Jugoslawien
lebt in Herdecke

Erneut kann sich das Märkische Museum über eine umfangreiche Schenkung freuen. Dank dem Ehepaar Lüder/Vombek wird der Bestand deutscher Grafik nach 1945 durch einen Künstler bereichert, der weit über die regionalen Grenzen hinaus bekannt wurde.
Neben der Radierung verwendet Vombek auch die aufwendige und ganze Konzentration erfordernde Technik des Holzstichs. Dieses Verfahren ist bei Künstlern eher selten zu finden, da der Holzstich eine Reproduktionsmethode war, die schon im 19. Jh. Druckauflagen bis zu 200.000 Stück ermöglichte. Zwar nutzten auch Künstler wie Honoré Daumier oder Gustave Doré den Holzstich für ihre Illustrationen, jedoch ließen sie ihre Vorlage von Graveuren auf den Holzstock übertragen, um sie dann zu vervielfältigen. Diese Technik steht auf den ersten Blick im Gegensatz zum Informel, wo der spontane Malprozess ausschlaggebend ist. Bei Vombek verwirklichen sich erst im Ergebnis einige informelle Bildideen. Neben tiefschwarzen Flächen werden feinste Lineaturen und Schraffuren gesetzt, welches nur die Technik des Holzstichs erlaubt und ein neues Bildkonzept schafft.
Ab dem 22. Juni ist das grafische Werk von Rudolf Vombek im Märkischen Museum zu sehen.


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