Kunst-Stück
der Woche
Hermann Waldenburg
Von jeher steht das Keimen und Wachsen im Vordergrund bei Hermann Waldenburg. Später fügt er seinen Pflanzen architektonische, meist mechanische Elemente hinzu. Betrachtet man die durch den Bildrand angeschnittenen Pflanzen, wird klar, dass es sich um einen Ausschnitt eines ganzen Feldes handeln muss. Die Szenerie wirkt befremdlich, denn es fehlen Raumperspektive und jegliches Leben, keine Insekten sind zu sehen. Schnell wird klar, dass wir es hier nicht mit einer natürlichen Landschaft zu tun haben, sondern mit einer denaturierten Fabrik. Die Bilder zeigen das Verhältnis von Mensch und Natur. Einerseits demonstrieren sie, wie der Mensch die Natur formt, um daraus Profit zu ziehen, andererseits zeigen sie, wie unser Landschaftsbild verödet, indem wir unsere Wirtschaft immer weiter rationalisieren. Auch wenn es den gegenwärtigen ökologischen Zustand nicht widerspiegelt, so kann das Werk Waldenburgs als Kritik an der bereits weit fortgeschrittenen Entwicklung gesehen werden, die auf ein Ergebnis zuläuft, welches er uns in seinen Bildern aufzeigt. |
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